Statt in Europa Vorleistungen der deutschen Industrie als Qualifikationskriterium für Nachhaltigkeit zu propagieren, wurden lieber in Deutschland ökologisch zweifelhafte Messlatten noch höher angesetzt. Das Ergebnis waren Wettbewerbsnachteile für die deutsche Wirtschaft.
Zusammengefasst lautet die umweltpolitische Bilanz von Rot-Grün: Statt die umweltpolitischen Standortvorteile Deutschlands für eine engagierte Europapolitik zu nutzen, wurden deutsche Vorleistungen im Umweltschutz leichtfertig durch mangelndes Engagement der damaligen Bundesregierung verspielt. Das Potential einer intelligenten Umweltpolitik als vorausschauender Wirtschaftspolitik wurde kaum ausgenutzt.
Dabei kann Umweltpolitik nur dann erfolgreich ein integraler Teil wirtschaftspolitischer Ziele sein, wenn neben dem Aufwand auch ein Mehrwert oder Nutzen analysiert wird. Es handelt sich um zwei Seiten derselben Medaille, obwohl die Wirtschaft gerne die Kosten anführt und den Nutzen in Zweifel zieht. Das mag verständlich sein, wenn man mikroökonomische und makroökonomische Effekte vergleicht. Der Nutzen jedenfalls kann den Aufwand rechtfertigen, aber eben auch nicht. In letzter Konsequenz muss aber Nutzen einer Umweltgesetzgebung von beiden Seiten, der Industrie und den Umweltverbänden, in seinem Verhältnis zu den Kosten anerkannt werden und gegebenenfalls ein politisches und auch wirtschaftliches Handeln begründen!
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