Florenz

Auslandsgespräche werden billiger

Neukirchen-Vluyn |

EU deckelt Telefonkosten ins Ausland auf 19 Cent pro Minute

Ab Mittwoch, 15. Mai, dürfen Telefonkunden pro Gesprächsminute nur noch maximal 19 Cent für Anrufe aus dem Heimatland ins EU-Ausland und maximal 6 Cent pro SMS plus Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt werden. Ob die Telefonate vom Festnetz oder vom Handy getätigt werden, spielt dabei keine Rolle. Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter vom Niederrhein, erklärt: „Nach der Abschaffung der Roaming-Gebühren ist nun auch Schluss mit den hohen Preisen für Telefonate ins EU-Ausland. Diese Deckelung bedeutet eine massive Entlastung für Menschen in Grenzregionen wie dem Niederrhein, die im Alltag regelmäßig Kontakte im Nachbarland telefonisch erreichen müssen. Wer bislang zum Beispiel von Deutschland nach Frankreich oder in die Niederlande telefonieren wollte, musste oft hohe Minutenpreise zahlen. Damit ist nun Schluss. An der Abschaffung dieses Ärgernisses zeigt sich einer der vielen Vorteile Europas und des gemeinsamen EU-Binnenmarktes.“

Eine Minute ins EU-Ausland kostet derzeit etwa 0,98 Euro. Wer monatlich zwei Stunden beispielsweise nach Holland telefoniert und dafür bisher etwa 117 Euro zahlte, wird dank der neuen Obergrenze künftig für dieselbe Gesprächsdauer nur noch etwa 23 Euro zahlen und damit rund ein Viertel seiner Kosten einsparen.

Die neuen Preisobergrenzen gelten automatisch und ohne Einschränkung für alle Privatkunden, sobald diese am 15. Mai in Kraft treten. Die Betreiber sind verpflichtet, ihre Kunden über die neuen Tarife zu informieren.

Im Juni 2017 hatte die EU bereits das Roaming abgeschafft, so dass Nutzer im EU-Ausland (beispielsweise im Sommerurlaub) zu denselben Tarifen telefonieren und im Internet surfen können wie zu Hause.

Fragen und Antworten der Kommission zu den neuen Preisobergrenzen für Auslandstelefonate:

europa.eu/rapid/press-release_MEMO-19-2430_de.htm

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