Florenz

Austrittsverhandlungen stocken: Exit vom Brexit?

Neukirchen-Vluyn |

Briten arbeiten an Notfallplänen

Die britische Regierung hat Pläne für den Fall eines Scheiterns der Brexit-Gespräche vorgelegt. Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter vom Niederrhein erklärt: „In Brüssel glaubt kaum noch jemand daran, dass die Verhandlungen zwischen EU und dem Vereinigten Königreich noch rechtzeitig vor dem Austritt im März 2019 abgeschlossen werden können. Wir steuern damit mit immer größerer Wahrscheinlichkeit auf ein No-Deal-Szenario zu, dass auf britischer Seite unmittelbar zu Engpässen bei der Medikamentenversorgung, Chaos beim Warenverkehr und anderen fatalen Konsequenzen führen würde. Die britische Regierung sollte diese Faktenlage zum Anlass nehmen über einen Exit vom Brexit nachzudenken, statt Notfallpläne zu entwerfen!“

Die Mitgliedschaft des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union endet am 29. März 2019. Sollte es bis dahin nicht gelungen sein, einen Austrittsvertrag mit Zustimmung des Europäischen Parlaments zu verhandeln, würde das Vereinigte Königreich die Union ohne Austrittsregelungen verlassen. Neben der Wiedereinführung von Grenzkontrollen, der Erhebung von Zöllen und dem Ende des freien Warenverkehrs würde dies auch zum Verlust von britischen Pensionsansprüchen in der EU, höheren Gebühren im bargeldlosen Zahlungsverkehr und Engpässen bei der Medikamentenversorgung auf britischer Seite führen.

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