Florenz

Datenschutzgrundverordnung: keine Angst vorm Datenschutz

Neukirchen-Vluyn |

Europäische Datenschutzgrundverordnung heute in Kraft

Heute trat die europäische Datenschutzgrundverdordnung (DSGVO) in Kraft, die bereits im Jahr 2016 beschlossen wurde: „Sinn und Zweck der Verordnung ist es, Datensicherheit im 21. Jahrhundert zu gewährleisten und Unternehmen zu verbieten, persönliche Daten unerlaubt zu nutzen oder zu verkaufen. Die wesentlichen Datenschutz-Prinzipien, die Dokumentation der Verarbeitungstätigkeiten sowie die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten sind weitestgehend gleich geblieben, da sich die europäische Verordnung stark am deutschen Bundesdatenschutzgesetz orientiert hat“, erläutert der CDU-Europaabgeordnete Karl-Heinz Florenz.

Das deutsche Bundesdatenschutzgesetz zählte lange zu einem der schärfsten Datenschutzrechte in der EU, was zu einem erheblichen Wettbewerbsnachteil für deutsche Unternehmen führte. So soll nun erstmals ein einheitliches Datenschutzsystem in der EU errichtet, Kosten für Unternehmen im grenzüberschreitenden Verkehr und auch Bürokratie abgebaut werden. „Datenschutz in einer globalisierten Welt darf sich nicht an dem Standort des Unternehmens ausrichten, sondern an dem des Bürgers. So haben wir erreicht, dass sich Facebook, Google und Cambridge Analytica an die Vorgaben halten müssen, wenn sie mit Daten europäischer Bürger arbeiten“, kommentiert Karl-Heinz Florenz.

„Wichtig ist es aber, nicht das Kind mit dem Bade auszuschütten. So gibt es Ausnahmen für kleine Betriebe und Vereine von Dokumentationspflichten und dem Datenschutzbeauftragten. Auch wenn nun die Verstöße gegen Datenschutz erstmals besser sanktioniert werden können, liegt das Augenmerk nicht auf den kleinen Vereinen, ich zähle hier auf die Vernunft der Vollzugsbehörden, gerade auch in der Anfangszeit“, so Florenz.

„Mein Ratschlag: Nicht in Panik verfallen! Wenn Sie sich an das alte Bundesdatenschutzgesetz in Deutschland gehalten haben, ist grundsätzlich wenig zu befürchten“, resümiert der Europaabgeordnete Karl-Heinz Florenz.

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