Florenz

Plastikflut bekämpfen

Brüssel |

Bürger fordern Politik zum Handeln auf

86 Prozent aller Deutschen machen sich Sorgen um die Auswirkungen von Kunststoff auf die Umwelt und 96 Prozent fordern weniger Plastikverpackung und bessere Recycelbarkeit laut einer Umfrage der Europäischen Kommission von 2017. „Der Auftrag der Bürger an uns ist klar: handelt endlich. Rund 140 Millionen Tonnen Plastikmüll schwimmt in unseren Meeren, die Fläche entspricht ungefähr der Größe Mitteleuropas. Wattestäbchen müssen nicht aus Plastik sein, Papier- oder Holzstäbe sind bestehende Alternativen. Wir nehmen gerade weitere Produkte unter die Lupe, die derzeit im Meer zu finden sind und für die es bereits plastikfreie Alternativen gibt“, so Karl-Heinz Florenz, zuständiger Berichterstatter der größten Fraktion (EVP) im Europäischen Parlament.

„Es geht darum, dass wir unseren Umgang mit Plastik und dessen Folgen ändern, um so die Plastikflut zu bekämpfen. Mehrweg statt Einweg und recycelbare Kunststoffe sind wichtige Schritte. Eine Verteufelung von Plastik allgemein wäre aber auch falsch.  Es hilft Lebensmittel länger frisch zu halten oder Blut in Blutbeuteln länger haltbar zu machen“, erklärt der CDU-Politiker Florenz.

„Wir müssen der Industrie die richtigen Anreize setzen, nachhaltig zu wirtschaften. Wenn dies gelingt, nutzen wir der Umwelt und fördern die Innovationskraft der europäischen Industrie. Im Schnitt gehen rund 95 Prozent des Wertes von Plastik verloren, dies sind 70 bis 105 Milliarden Euro pro Jahr. Für mich sind dies handfeste Gründe, Einwegplastik zu vermeiden und das vorhandene Plastik als wertvollen Rohstoff zu betrachten und besser zu sammeln und zu recyceln“, so Florenz.

 

Die Ergebnisse der Umfrage der Kommission finden Sie hier:

https://ec.europa.eu/germany/news/20180528-einwegplastik_de

 

 

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