Florenz

Welche Landwirtschaft möchten wir?

Neukirchen-Vluyn |

Neue GAP soll Lebensstandard der Landwirte verbessern und Umwelt schützen

Heute hat die Europäische Kommission ihre Vorschläge zum Umbau der europäischen Agrarpolitik (GAP) präsentiert. "Vor allem zwei Krisen muss die zukünftige Gemeinsame Agrarpolitik ab 2020 bewältigen: den enormen Wettbewerbsdruck auf die Landwirte verringern und den dramatischen Artenschwund stoppen. Die EU-Gelder müssen intelligenter und effektiver ausgegeben werden. Es muss eine ökologische Komponente in die GAP, aber nicht als Almosen, sondern als Dienstleistungsauftrag an die Landwirte", sagt Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter vom Niederrhein und selbst Landwirt.

"Über die Agrarmilliarden müssen wir Lenkungseffekte erzeugen, die für eine stabilere Marktsituation für die Landwirte sorgen und den Lebensstandard verbessern sowie zu einer nachhaltigen Landwirtschaft führen, die die Umwelt schont. Die Bürger erwarten sich von ihren Steuergeldern auch einen Mehrwert für die Gesellschaft, vom Bienenschutz angefangen bis hin zu sauberem Trinkwasser und guter Luft. Die zusätzlichen Umweltdienstleistungen der Landwirte müssen daher stärker honoriert werden, denn dafür bekommen sie wenig oder nichts auf dem Markt", meint Florenz.

"Ich bin gegen eine Kürzung der Agrarsubventionen. Wichtig ist vielmehr, dass ein Teil der Gelder an Umweltmaßnahmen gekoppelt werden muss. In Zukunft müssen wir die GAP stärker auf reale Ergebnisse ausrichten, ob das die Kommissionsvorschläge von heute erfüllen, prüfen wir jetzt. Die heutigen Greening-Maßnahmen sind kaum messbar und Effekte auf Natur und Umwelt selten erkennbar", so Florenz.

Für den nächsten mehrjährigen EU-Finanzrahmen für die Jahre 2021 bis 2027 schlägt die Kommission eine Modernisierung und Vereinfachung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vor. Neben einer Deckelung der Agrarsubventionen pro Betrieb auf 100 000 Euro und einem Arbeitskräftebonus sind die nationalen GAP-Strategiepläne eine große Erneuerung. Damit will die EU-Kommission den Mitgliedstaaten mehr Spielraum einräumen, wie sie die EU-weiten wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Ziele mit einer Kombination von Direktzahlungsinterventionen und Interventionen für die Entwicklung des ländlichen Raums erreichen.

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