Florenz

Weltnichtrauchertag: Rauchverbot in WM-Stadien notwendig

Brüssel |

Sportfreunde aus aller Welt zuqualmen/ Nichtraucherschutz in Deutschland nicht ausreichend/ Irland und Italien sind Vorbild

Der morgige Weltnichtrauchertag müsse in Deutschland Anlaß sein, eine ehrliche Bilanz der deutschen Anti-Tabak-Politik zu ziehen, fordert Karl-Heinz Florenz (CDU), der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Europäischen Parlament: Und diese Bilanz ist desaströs! Während Länder wie Irland oder Italien einen progressiven Weg beim Nichtraucherschutz eingeschlagen haben, versuche Deutschland einen hoffnungslosen Spagat, um Tabaklobby und Nichtraucherverbänden gleichermaßen entgegenzukommen. Deutschland solle sich endlich gegen die Tabaklobby stellen und den Nichtraucherschutz ernst nehmen.

Ziel der deutschen Tabaklobby sei, Raucher möglichst lange in der alltäglichen Wahrnehmung zu erhalten. Je weniger Menschen in der Öffentlichkeit rauchen, desto weniger wird Rauchen auch als Teil unserer Gesellschaftskultur verstanden, so der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Europäischen Parlament: Deshalb müssen wir in Deutschland intensiver daran arbeiten, Rauchen aus der Öffentlichkeit zu entfernen. Vor allem aus Gaststätten und Cafes. Damit werde der Nichtraucherschutz verbessert und zugleich der Präventionsgedanke gefördert. Wer keinen Raucher auf der Straße sieht, greift selbst weniger zum Glimmstengel!

Aus europäischer Perspektive falle Deutschland beim Nichtraucherschutz immer weiter zurück und sei ein schlechter Gastgeber, wenn die Fußballfreunde aus aller Welt erst mal zugequalmt würden. Es entbehre jeder Grundlage, daß bei den vergangenen Weltmeisterschaften in Frankreich oder Korea und Japan ein generelles Rauchverbot in Stadien herrschte, in Deutschlands Fußballarenen aber munter gequalmt werden dürfe, so der CDU-Europaabgeordnete abschließend.

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